Evangelische Kirchengemeinde Ettenheim
   
Benefizkonzerte für die Orgel
- 2012 - Jahr der Kirchenmusik

Der musikalische Bogen reichte weit bei den Benefizkonzerten zu Gunsten der Orgel. Und trotz aller Unterschiede passten alle gut in die Kirche mit ihrer besonderen kammermusikalischen Akustik.
Die fröhlichsten Musikerinnen waren Melissa Zucano und Ellen Förster, die als Duo „music4soul“ Lieder über die Liebe sangen: „In the arms of the angels“ lautete der Konzerttitel.
Kirchenkonzert und Tiere? Passt! Ratte, Spinne, Fledermaus, Kröte und Hyäne tummelten sich in der Geschichte „Die fürchterlichen Fünf“, die sich Kinder und (Groß-) Eltern von Orgel (Matthias Burg) und Sprecherin (Susan Goldschmidt) im Januar erzählen ließen.
Am weitesten angereist waren zwei Musiker aus England: Rossini Hayward, der mit seinem Freiburger Studienkollegen Markus Nierlin ein temperamentvolles und virtuoses Gitarrenkonzert gab, sowie Nicholas Reed vom Percussion-Duo „Unquiet thoughts“. Sein Kollege Max Riefer erhält – für einen Schlagzeuger eher ungewöhnlich – die Auszeichnung „Leisester Ton“: manche konnten nur sehen, welchen Klang er dem Großen Becken ent-streichelte!
Der Solist mit der längsten Musizier-Erfahrung ist der Organist des Februar-Orgelkonzertes: Georges Aubert (*1940) erhielt schon als Teenager Instrumentalunterricht und spielt seit mindestens 57 Jahren Orgel. 57 Jahre alt ist wiederum sein Kollege Hermann Feist, der das September-Orgelkonzert bestritt und im Juni bereits das Skywalkers- Konzert geleitet hatte. Der Erstplatzierte im Wettbewerb „Wer bewältigt die meisten Vorzeichen“ ist nicht er – obwohl er mit den romantischen Orgelwerken schon nahe herankam. Diesen Härtetest bestand souverän Matthias Burg bei dem Konzert „Orgel für Kinder“: sechs b (Ges-Dur)!

• Auch die Skywalkers zeichneten sich aus: Sie stellten die durchschnittlich jüngsten Mitwirkenden und konnten den besten Improvisator vorweisen (Ulrich Nachtrodt - Kontrabass)
• Die meisten technischen Geräte, die längste Aufbauzeit sowie den geschicktesten Ton-Arrangeur hatte die Band „Inheritance“. Sie haben auch die fleißigste Sängerin: Susanne Apfel hatte fast alle Titel ihres Programms selbst komponiert.
Den ungewöhnlichsten Takt hatten die Akkordeon- Künstler Marion und Jesper Dyremose in ihrem hochvirtuosen Programm zu bewältigen: ultraschneller 17/16-Takt!!!
Die meisten Mitwirkenden gab es beim 25-Jahre-Jubiläumskonzert des Kirchenchores: Mit Solisten, Streicher-Ensemble und Chor hatten sich gut 40 Mitwirkende auf das Konzert vorbereitet. Dazu kamen dann noch an die 100 Zuhörerinnen und Zuhörer, als sie alle gemeinsam „Lobe den Herrn, meine Seele“ musizierten: über 130 Musikbegeisterte!
• Leider gab es auch das kältestes Konzert: Im Februar kam die Kirchenheizung nicht gegen die eisigen Außentemperaturen an und bescherte dem gesamten Publikum kalte Beine.
• Das Dezember-Konzert gibt es gleich am 1. Advent: die Gruppe mit den ältesten Instrumenten (Nickelharpa, Drehleier) und dem höchsten Bekanntheitsgrad in unserer Region wird zu hören sein: die Musikgruppe Vetterliswirtschaft.

Die Benefiz-Konzertreihe war zunächst für das Jahr der Kirchenmusik 2012, das die Ev. Kirche Deutschlands (EKD) ausgerufen hatte, mit einem Konzert pro Monat konzipiert. Aufgrund der guten Resonanz bei den Zuhörerinnen und Zuhörern und weil das Geld für eine neue Orgel leider noch nicht reicht, wird es auch im kommenden Jahr Benefizkonzerte für die Orgel geben, wenn auch nicht in jedem Monat.

 

 

Benefiz-Konzerte 2012 für die Orgel der Evang. Christuskirche