Glee Needy School in Kenia
- 20.11.2020 -
Hunger ist in Kenia die größere Bedrohung als Covid 19.
Frau Mannai von der Glee Needy School in Kenia besucht den Eine-Welt-Arbeitskreis, Ettenheim
Der Eine-Welt-Arbeitskreis hatte in seiner letzten Sitzung Besuch von Cornelia Mannai. Seit mehreren Jahren haben wir Kontakt zu der Schule. Mehrere Mütter und Cornelia Mannai haben die Schule vor vielen Jahren gegründet. In ihr werden Kinder der Umgebung unterrichtet, Mütter sorgen für die Verpflegung der Kinder und in angeschlossenen Werkstätten werden Möbel gefertigt und Kleider und Taschen genäht. Der Arbeitskreis unterstützt die Schule u.a. mit dem Verkauf von Taschen und mit Spendengeldern, damit die Lehrer bezahlt werden und Schulmaterial angeschafft werden kann. Cornelia Mannai berichtete, wie sie versuchen, durch die augenblickliche Krise zu kommen. Die Schule hat bis jetzt keine Coronafälle zu verzeichnen, aber auch sie ist geschlossen (fast alle privaten Schule in Kenia sind zu oder nicht mehr existent). Die Lehrkräfte mussten auf einen Teil ihres Lohnes verzichten, sind aber weiter angestellt. Lebensmittel zu besorgen ist für die Familien zum großen Problem geworden. Da die Schule auf Sparflamme läuft und die tägliche Versorgung nicht möglich ist, leiden sehr viele Kinder und Erwachsene Hunger. Den Kindern und ihren Familien zu helfen ist für Glee Needy fast unmöglich, da die staatlichen Vorschriften Essensausgaben verbieten. Wenigsten können seit einigen Wochen zwei Klassen wieder unter eingeschränkten Bedingungen unterrichtet und auf ihren Abschluss vorbereitet werden. Eine kleine Erfolgsgeschichte konnte Cornelia Mannai auch vermelden: Ehemalige Schüler lassen sich inzwischen zu Lehrern ausbilden und kehren zur Glee Needy School zurück.