Aus dem Kirchengmeinderat

Im Kirchengemeinderat ist es uns wichtig, dass Kirche, christlicher Glaube hier in Ettenheim für möglichst viele Menschen eine Heimat sein und werden kann.
Das ist eine vielfältige Aufgabe.

Da müssen Gottesdienste und Veranstaltungen geplant werden, die Gebäude und Finanzen im Blick bleiben, da geht es darum zu hören: „Wer braucht was?“, zu fragen: „Wer kann was und wer ist bereit, sich einzubringen?“
Gemeinde, das ist klar, ist nur dann Gemeinde, wenn Menschen sich engagieren – im Kirchengemeinderat und darüber hinaus.
Seit Einrichtung der eigenen Pfarrstelle 1961 war man dabei eher auf Ettenheim und die Ortsteile, die zur Kirchengemeinde gehören, konzentriert, immer aber gab es gemeinsame Veranstaltungen und Gottesdienste mit den anderen Gemeinden des Südbezirks. In den letzten Jahren ist der Blick hier wieder weiter geworden, wir haben 2019 einen Kooperationsraum gegründet – weil gemeinsam mehr möglich ist und weil absehbar war, dass die Landeskirche es fordert, da die finanziellen Mittel geringer werden. 
Konkret wurde das für unseren Kooperationsraum nun bei den Gebäuden. Im Rahmen des Konzeptes ekiba 2032 hat die Landessynode beschlossen, in Zukunft bei weniger als der Hälfte aller bestehenden Gebäude die Renovierungsmaßnahmen mitfinanzieren. Das Motto dabei ist: Lieber wenige attraktive und energetisch sanierte Gebäude als viele halb verfallene. Das ist logisch, aber hart für alle, die in diesen Gebäuden schöne und wichtige Erfahrungen gemacht haben, die sich in den vergangenen Jahrzehnten um ihre Gebäude gekümmert haben, sie vielleicht sogar mitgebaut haben.
Aufgabe des Ortenaukirchenrates war es nun, zu entscheiden, welche Gebäude im Kirchenbezirk weiter mitfinanziert werden (grün) und welche nicht mehr (rot). Für den Südbezirk sieht das nun so aus: 
Weiter mitfinanziert werden: Kirche/Gemeindehaus Ettenheim, Gemeindehaus Mahlberg, Friedenskirche Kippenheim, Markuskirche Schmieheim
In Zukunft nicht mehr mitfinanziert: Schlosskirche Mahlberg, Gemeindehaus Kippenheim (bereits verkauft), Gemeindehaus Schmieheim.
Aufgabe im Südbezirk wird es nun sein, miteinander zu überlegen: Welche Gebäude können und sollen trotzdem gehalten werden? Wie könnte das dann finanziert werden? Wo gibt es vielleicht Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Organisationen/Vereinen? Müssen Gebäude verkauft werden? Und vor allem: wie kann Kirche, christlicher Glaube unter diesen veränderten Voraussetzungen weiterhin Heimat für viele Menschen sein?
Den Kirchengemeinderäten des Südbezirks ist wichtig, bei diesen Überlegungen möglichst viele Menschen mit in die Überlegungen einzubeziehen.
Für diesen Herbst haben wir uns deshalb zwei besondere gemeinsame Veranstaltungen überlegt:
Wir feiern miteinander beim Südbezirksfest und entwickeln neue Ideen bei unserer Zukunftswerkstatt.