Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 98 - WW 947
Singet dem HERRN ein neues Lied, *
denn er tut Wunder.
Er schafft Heil mit seiner Rechten *
und mit seinem heiligen Arm.
und mit seinem heiligen Arm.
Der HERR lässt sein Heil verkündigen; *
vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.
vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.
Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, *
aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Jauchzet dem HERRN, alle Welt, *
singet, rühmet und lobet!
singet, rühmet und lobet!
Lobet den HERRN mit Harfen, *
mit Harfen und mit Saitenspiel!
mit Harfen und mit Saitenspiel!
Mit Trompeten und Posaunen *
jauchzet vor dem HERRN, dem König!
jauchzet vor dem HERRN, dem König!
Das Meer brause und was darinnen ist, *
der Erdkreis und die darauf wohnen.
der Erdkreis und die darauf wohnen.
Die Ströme sollen in die Hände klatschen, /
und alle Berge seien fröhlich vor dem HERRN; *
denn er kommt, das Erdreich zu richten.
und alle Berge seien fröhlich vor dem HERRN; *
denn er kommt, das Erdreich zu richten.
Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit *
und die Völker, wie es recht ist.
und die Völker, wie es recht ist.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Lebendiger Gott,
manchmal verändert sich zu viel in dieser Welt.
Wir kommen nicht mehr mit,
wissen nicht, wie wir es einordnen sollen,
wie es jetzt, so anders, weiter gehen kann.
Gut ist, dass Du an uns denkst
und dass am Ende Deine Gerechtigkeit gilt.
Hilf uns, darauf zu vertrauen.
Wir kommen nicht mehr mit,
wissen nicht, wie wir es einordnen sollen,
wie es jetzt, so anders, weiter gehen kann.
Gut ist, dass Du an uns denkst
und dass am Ende Deine Gerechtigkeit gilt.
Hilf uns, darauf zu vertrauen.
Amen
Lied: Da wohnt ein Sehnen – WW 116
Kehrvers:
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod, sei da, sei uns nahe, Gott.
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
Bibelwort: 1. Mose 28, 10-17
Jakob zog von Beerscheba nach Haran. Unterwegs kam er an einen Ort, an dem er übernachtete. Denn die Sonne war schon untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dort und legte ihn neben seinen Kopf. Dann schlief er ein. Im Traum sah er eine Leiter, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes hinauf und herunter. Plötzlich stand der Herr vor ihm und sagte: »Ich bin der Herr,der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Sie werden so zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich nach Westen und Osten, nach Norden und Süden ausbreiten. Durch dich und deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet sein. Siehe, ich bin bei dir und behüte dich überall, wohin du auch gehst. Ich bringe dich zurück in dieses Land. Ich werde dich nicht verlassen, bis ich vollbringe, was ich dir verheißen habe.«
Als Jakob aus dem Schlaf erwachte, sagte er: »Der Herr ist an diesem Ort anwesend, und ich wusste es nicht.« Da fürchtete er sich und dachte: »Vor diesem Ort muss man Ehrfurcht haben! Hier ist gewiss ein Haus Gottes und ein Tor zum Himmel.«
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten ist eine Zeit der Umbrüche.
Die Jünger und Jüngerinnen müssen sich mit der neuen Situation abfinden: Jesu ist noch immer da, aber nicht mehr so wie früher. Sein furchtbarer Tod am Kreuz hatte sie geschockt. Die Botschaft, dass er lebt, dann beglückt, aber auch verwirrt. Sie müssen ihr Miteinander und auch ihr Leben ganz neu denken. Vieles, was bisher galt, gilt nicht mehr.
Auch in unserer Zeit gibt es viele Umbrüche. Auch wir müssen so vieles neu denken.
Das erste Mal seit dem 2. Weltkrieg sind weniger als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen Mitglieder einer der großen christlichen Kirchen. Christlicher Glaube ist längst nicht mehr selbstverständlich. Kirche wird in den kommenden Jahren noch ganz anders werden, als wir es so gewohnt sind. Sicher wird es da manch schmerzlichen Abschied geben, aber genauso sicher auch einiges Hoffnungsvolles.
Einen großen Umbruch markiert der Krieg in der Ukraine.
Vieles, was bisher in der Politik, in unserem Wertekanon galt, gilt nicht mehr. Ein Stück Selbstverständlichkeit unserer Lebenswelt ist damit verloren gegangen. Wir müssen uns neu finden, uns neu orientieren, mit mehr Unsicherheit leben.
Da ist es gut, dass es die Geschichte von Jakob und der Himmelsleiter gibt. Auch Jakob steckt ja mitten in einem gewaltigen Umbruch. Er ist auf der Flucht, weil er seinen Bruder Esau auf übelste Weise betrogen hat und der geschworen hat, sich an ihm zu rächen. Jakob muss also weg. Weg von allem, was sein bisheriges Leben ausgemacht hat. Weg von seiner Familie, weg von daheim – Am Leben bleiben kann er nur in der Fremde.
Es ist ein Weg durch die Steinwüste, den er da gehen muss. Nicht mal zum Schlafen findet er mehr als einen Stein.
Doch da ist diesen Traum.
Er sieht eine Leiter von der Erde zum Himmel mit Engeln und ihm wird klar: sein Leben, auch wenn es gerade wüst und leer scheint – ist trotz allem mit Gott verbunden. Er hört, wie Gott ihm zusagt: Auch in der Fremde wird Dein Leben ein gesegnetes Leben sein.
Er erfährt: Es gibt für ihn eine Zukunft. Auch wenn er jetzt weg muss, auch wenn alles anders wird, Gott wird vollbringen, was er verheißen hat. Das verspricht er.
Ich glaube, auch für uns ist Gott gerade in diesen Umbrüchen da – in und trotz allem, was das Leben so unwirtlich macht, trotz allen Fehlern, die wir eben immer wieder machen. Gott hat sich mit uns verbunden. Diese Osterzeit – diese Zeit des Umbruchs erinnert uns daran – an den Schmerz der Veränderung und an die Hoffnung auf neues Leben. Amen
Lied: Leben aus der Quelle – WW 66
1. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens.
Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
2. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens.
Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
3. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens.
Willst mich gebrauchen, als Salz für die Erde, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Willst mich gebrauchen, als Salz für die Erde, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Fürbitten und Vaterunser:
Gott, Du Quelle des Lebens.
Wir bitten Dich für alle Menschen, die Verantwortung tragen.
Lass sie die Zukunft dieser Welt im Blick haben.
Für alle, die Dich suchen, bitten wir dich:
Öffne ihre Herzen für Dich und stärke sie in ihrem Leben.
Für uns alle bitten wir dich:
Dass wir uns einbringen in diese Welt – Salz und Licht sind, auf Dich hören und leben als Deine Kinder.
Wir bitten Dich für alle Menschen, die Verantwortung tragen.
Lass sie die Zukunft dieser Welt im Blick haben.
Für alle, die Dich suchen, bitten wir dich:
Öffne ihre Herzen für Dich und stärke sie in ihrem Leben.
Für uns alle bitten wir dich:
Dass wir uns einbringen in diese Welt – Salz und Licht sind, auf Dich hören und leben als Deine Kinder.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Raum zum Träumen
1) Raum zum Träumen, einen Traum für morgen und den Mut, ihn heute schon zu leben;
Raum für Tränen, echten Trost im Leiden und den Mut, dem andern zu vergeben,
Raum für Tränen, echten Trost im Leiden und den Mut, dem andern zu vergeben,
Kehrvers:
Das wünsch ich dir. Das wünsch ich dir von Herzen.
Gott behüte deine Schritte! Niemals gehst du ganz allein.
Das wünsch ich dir. Das wünsch ich dir von Herzen.
Gott begleite deine Reise! Er wird immer bei dir sein.
Das wünsch ich dir. Das wünsch ich dir von Herzen.
Gott behüte deine Schritte! Niemals gehst du ganz allein.
Das wünsch ich dir. Das wünsch ich dir von Herzen.
Gott begleite deine Reise! Er wird immer bei dir sein.
2) Luft zum Atmen und den Duft des Frühlings, die Geduld, den Winter zu ertragen.
Platz im Herzen, einen Kreis von Menschen und den Mut, auch Widerspruch zu wagen.
Platz im Herzen, einen Kreis von Menschen und den Mut, auch Widerspruch zu wagen.
3) Grund zum Danken, einen Freund für's Leben, eine Arbeit, täglich Brot zu essen.
Zeit zu schweigen und auf Gott zu hören, einen Ort, den Alltag zu vergessen.
Zeit zu schweigen und auf Gott zu hören, einen Ort, den Alltag zu vergessen.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Zum Ausdrucken und Weitergeben:
Quelle: Severine Plöse, Ev. Kirchengemeinde Ettenheim
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