Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 118 – WW 958.2
Dies ist der Tag, den der HERR macht; *
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
O HERR, hilf! *
O HERR, lass wohlgelingen!
O HERR, lass wohlgelingen!
Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! *
Wir segnen euch vom Haus des HERRN.
Wir segnen euch vom Haus des HERRN.
Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. *
Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
Du bist mein Gott, und ich danke dir; *
mein Gott, ich will dich preisen.
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, *
und seine Güte währet ewiglich.
und seine Güte währet ewiglich.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Deine Erleuchtung brauchen wir, Gott, damit wir klar sehen.
Deine Hilfe, damit wir uns im Leben zurecht finden.
Dein Wort, das uns ermutigt.
Wir bitten dich: sende deinen Geist, deinen Tröster und Beistand,
damit wir leben und anderen das Leben schmackhaft machen.
Deine Hilfe, damit wir uns im Leben zurecht finden.
Dein Wort, das uns ermutigt.
Wir bitten dich: sende deinen Geist, deinen Tröster und Beistand,
damit wir leben und anderen das Leben schmackhaft machen.
Amen
Lied: Da wohnt ein Sehnen – WW 116
Kehrvers: Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.
In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
Bibelwort: 1. Mose 11, 1-9
Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde. Da fuhr der Herr hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! So zerstreute sie der Herr von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. Daher heißt ihr Name Babel, weil der Herr daselbst verwirrt hat aller Welt Sprache und sie von dort zerstreut hat über die ganze Erde.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Als 2015 viele Flüchtlinge aus Syrien zu uns kamen, hörte man oft: Jetzt haben wir endlich mal wieder eine gemeinsame Aufgabe. Jetzt haben wir endlich mal wieder etwas, was uns miteinander verbindet. Zu Beginn der Corona-Pandemie klang das ein wenig anders, aber auch da wurde von der gemeinsamen Aufgabe gesprochen, die verbindet - ähnlich auch im Februar diesen Jahres, als der Krieg in der Ukraine begann. Eine Aufgabe, die verbindet und so Verbindung schafft. In der Tat gab und gibt es durch diese Ereignisse viele Aktionen, die Menschen miteinander verbunden haben – auch in unserer Region. Das waren tolle Erfahrungen. Doch nach der ersten großen Willkommensfreude 2015 erhielt bald Pegida immer größeren Zulauf. Und im vergangenen Jahr folgten der Solidarität des ersten Lockdowns Auseinandersetzungen zwischen Impfbefürwortern und Impfgegnern.
In Babel, erzählt die Bibel, suchten die Menschen etwas, was sie zusammen hält. Ihre größte Sorge war, dass sie sich zerstreuen. Also bauten sie eine Stadt mit einem Turm. Diese gemeinsame Aufgabe sollte sie zusammenhalten. Zunächst sieht alles ganz gut aus – nur einer ist skeptisch. Die Bibel erzählt: Gott fährt hernieder. Er schaut sich die Sache genau an und was er sieht, gefällt ihm nicht und er sorgt dafür, dass die Menschen ihr gemeinsames Projekt aufgeben. Sie verstehen einander nicht mehr und jeder geht seine eigenen Wege.
Was stört Gott an dem gemeinsamen Projekt? Ich denke: Zunächst nichts, denn in der Tat kann ja so ein gemeinsames Projekt durchaus sinnvoll sein und Gutes bringen – deshalb schaut er auch erst einmal noch genauer hin. Das Problem entsteht dort, wo so ein Projekt dazu da ist, Menschen miteinander zu verbinden. Dann geht’s nicht mehr um die Sache. Und im Grunde wird hier ja die gute Sache missbraucht, um etwas ganz anderes zu bewirken. Ganz schnell kann es da heißen: Jetzt nimm Dich mal zurück um der Sache willen. Im Extremen kennen wir das z.B. aus totalitären Staaten oder auch bei extremen Organisationen und Bewegungen. Da wird alles der angeblich gemeinsamen Sache untergeordnet. Nur: was die gemeinsame Sache ist, das bestimmen einige wenige.
Wenn Gott nun dafür sorgt, dass die Menschen einander nicht mehr so leicht verstehen, dann sorgt er dafür, dass sie zunächst ihre Unterschiedlichkeiten wahrnehmen und genauer hinhören: Was meint die andere eigentlich? Was will er? Will ich das auch? Ich denke, die Erzählung vom Turmbau zu Babel macht deutlich: Gott nimmt unsere menschliche Vielfalt ernst und will ihr auch Raum geben. Er verspricht sich viel mehr davon, wenn wir unsere Unterschiedlichkeiten für unser gemeinsames Leben hier einsetzen. Pfingsten ist das Fest, das dazu Mut machen will. Es fordert uns auf: Geht hinaus. Setzt Eure Fähigkeiten ein: Für Euch selbst, für andere, für diese Welt. Dazu müsst Ihr miteinander diskutieren, verschiedene Meinungen aushalten, Kompromisse finden, immer wieder aushalten, dass Ihr jemanden so gar nicht versteht, dass Ihr so gar nicht verstanden werdet, dass Ihr vielleicht auch mal anderen lästig seid.
Das mutet Gott uns zu – allerdings nicht ohne Unterstützung. Er sendet seinen Heiligen Geist, der uns dabei unterstützt. Er erinnert uns daran: Wir sind alle Geschöpfe Gottes und so längst miteinander verbunden. In der Taufe wurde es uns noch einmal direkt auf den Kopf zugesagt: Du gehörst zu Christus. Also auf: Nehmt das ernst und lebt es! Amen
Lied: Wo Menschen sich vergessen – WW 93
1. Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
2. Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde, ...
da berühren sich Himmel und Erde, ...
3. Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde, ...
da berühren sich Himmel und Erde, ...
Fürbitten und Vaterunser:
Komm, du Kraft des Geistes. Wohne in uns.
Lass uns nicht am Leben verzweifeln.
Lass uns in und aus Deiner Liebe leben, dass wir uns nicht mitreißen lassen von der Welt, die wir oft nicht verstehen.
Lass uns nicht am Leben verzweifeln.
Lass uns in und aus Deiner Liebe leben, dass wir uns nicht mitreißen lassen von der Welt, die wir oft nicht verstehen.
Komm, du Kraft des Geistes, wohne in dieser Welt.
Dass das Verständnis unter den Menschen wächst,
dass Wege zum Frieden immer wieder gesucht werden,
dass Ungerechtigkeit und Not ein Ende finden,
dass Macht und Weisheit zueinander finden.
Dass das Verständnis unter den Menschen wächst,
dass Wege zum Frieden immer wieder gesucht werden,
dass Ungerechtigkeit und Not ein Ende finden,
dass Macht und Weisheit zueinander finden.
Komm, du Kraft des Geistes, wohne in deiner Kirche.
Dass wir einander an Deine Liebe erinnern,
dass wir einander zusagen: fürchte dich nicht. Gott will das Leben.
Dass wir uns mitreißen lassen von Deinem Geist
und er so auch weiter wirken kann.
Dass wir einander an Deine Liebe erinnern,
dass wir einander zusagen: fürchte dich nicht. Gott will das Leben.
Dass wir uns mitreißen lassen von Deinem Geist
und er so auch weiter wirken kann.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Atme in uns, Heiliger Geist – WW 105
Kehrvers: Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist,
wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes, komm!
wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes, komm!
1. Komm, du Geist, durchdringe uns. Komm, du Geist, kehr bei uns ein.
Komm, du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich!
Komm, du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich!
2. Komm, du Geist der Heiligkeit, komm, du Geist der Wahrheit.
Komm, du Geist der Liebe, wir ersehnen dich!
Komm, du Geist der Liebe, wir ersehnen dich!
3. Komm, du Geist, mach du uns eins, komm, du Geist, erfülle uns.
Komm, du Geist und schaff uns neu, wir ersehnen dich!
Komm, du Geist und schaff uns neu, wir ersehnen dich!
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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