Verstehen – Verzeihen – Versöhnen: sich selbst und anderen vergeben
Kaum etwas ist schwieriger – kaum etwas ist befreiender, als Prozesse von Versöhnung und Vergebung zu wagen: Sie stehen immer wieder an in Paarbeziehungen, Generationskonflikten, Nachbarstreitigkeiten, in der eigenen Biographie mit ihren Schicksalsschlägen. Versöhnungsprozesse sind lebenslange Reifungsprozesse: mir selbst vergeben, dem Anderen vergeben bis hin zu einem letzten Ja im Gegenüber Gottes. Vergeben und mich versöhnen kann ich nicht an der eigenen Wahrheit vorbei, nicht auf Befehl oder moralischen Druck. Versöhnung muss ich wollen, immer wieder und wider aller Impulse zu Verharmlosung oder Projektion. Versöhnung gelingt dort, wo von zutiefst innen oder außen her gnadenhaft Hilfe einbricht. Versöhnung und Vergebung drängen, wenn es dem Lebensende entgegengeht. Sterbende lehren uns, wie das gelingt.
Mittels Vortrags, Gesprächsrunden und Übungen machen wir uns bei diesem Seminar auf die Reise, wie Prozesse der Befreiung im Leben und im Sterben möglich werden und gelingen können.
»Wenn wir vergeben, wird nichts mehr so sein,
wie es war. Wer vergibt, ist danach ein Anderer –
und wer um Vergebung bittet, ebenfalls.« (Hannah Arendt)
Dietmar Krieger, Dipl. Trauerberater und -begleiter (AMB), Trauerpädagoge, Trauertherapeut, Atem- und Körperpsychotherapeut, Supervisor, Privatdozent
Kosten: 80,00 €